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Was ist eine Erbengemeinschaft ?

Wenn mehrere Personen nach Gesetz, Testament oder Erbvertrag erben, spricht man von einer Erbengemeinschaft und sind alle Miterben des Erblassers nach § 2032 ff. BGB.

Das Besonderer daran: alle Miterben sind gemeinsame Eigentümer des Erbnachlasses und können nur im Konsens mit allen Miterben das Erbe verkaufen, verwalten, pflegen, instandhalten usw. - dies führt naturgemäß häufig zu Streit unter den Erben, weshalb man grundsätzlich über die Sinnhaftigkeit eines Testaments oder Erbvertrages oder Vermächtnisses, notariell aufgesetzt, nachdenken sollte !

Deshalb können die Erben eine neutrale Person, z.B. einen Notar, damit beauftragen, einen sogenannten Aufteilungsvorschlag des Erbes zu machen. Darin wird das Erbe nach der Erbquote, in der Höhe des jedem zustehenden Erbanteils, verteilt oder wie man in der Fachsprache sagt "auseinandergesetzt".

Diese "Auseinandersetzung" kann jeder der Miterben gegenüber seinen Miterben jederzeit verlangen !

Durch eine "Auseinandersetzung" endet die Erbengemeinschaft.

Können sich die Miterben darin jedoch nicht einigen, besteht die Möglichkeit der Erbteilungsklage vor dem Nachlassgericht.

Will ein Erblasser diesen Problemen der Erbengemeinschaft vorbeugen, sollte er im Testament eine sogenannte Teilungsanordnung treffen, d.h. welcher Erbe welches Vermögen nach der gültigen Erbquote erhalten soll  (§ 2048 BGB).

1 Kommentar:

  1. Sind sich die Miterben nicht einig, so kann jeder jederzeit seinen Erbteil verkaufen. Dazu braucht er keine Zustimmung der restlichen Erbengemeinschaft. Kann viel Streit und Kosten sparen.

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