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Weitere für den Laien gut verständliche Informationen zum Thema Erbrecht ..

.. erhält man auch unter der Seite der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V. für deren Inhalte der Seitenbetreiber hier keine Garantie und Gewähr übernimmt, sondern wofür die dortigen Seiteneigner selbst verantwortlich sind.

Neuerungen im Erbrecht seit 1. Januar 2010

- Zum 1. Januar 2010 ist ein Gesetz zur Änderung des Erb- und Verjährungsrechts für deutsches Recht gültig geworden, z.B.:
  - Bessere Vergütungen von Pflegeleistungen beim Erbausgleich, wonach jetzt auch Pflegeleistungen der Nachkommen im Erbausgleich geltend gemacht werden, wo nicht unter beruflichem Verzicht gepflegt wurde;
  - Verkürzung der Verjährung von erbrechtlichen und familienrechtlichen Ansprüchen, die nur noch in wenigen Ausnahmefällen der dreißigjährigen Verjährung unterliegen sollen und nun eine neue Regelverjährung von drei Jahren haben nach § 195 BGB.

Was versteht man unter dem Begriff Fiskalerbschaft ?

- In Bezug auf § 1936 BGB wird der Staat zum Erbe in Vertretung durch das jeweilige Bundesland, wenn zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers weder Ehegatte, noch Lebenspartner, noch Kinder, noch weitere Verwandtschaft des Vererbers aufgefunden oder ermittelt werden kann. Dann spricht man von einer Fiskalerbschaft.
- Der Staat selbst, vertreten durch das jeweilige Bundesland, kann die ihm zugefallene Erbschaft nicht ausschlagen.

Kann man ein Erbteil verkaufen ?

- Grundsätzlich darf man ein Erbteil auch verkaufen per notariellem Vertrag nach §  2371  BGB.
- Im Falle des Verkaufs haben die Miterben ein sogenanntes Vorkaufsrecht nach § 2034 BGB.

Was versteht man unter Pflichtteilsverzicht und Erbteilsverzicht ?

- Ehegatten und Verwandte des Erblassers können noch zu dessen Lebzeiten per Vertrag auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten. Der Verzichtserklärende ist damit von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen und hat damit auch kein Pflichtteilsrecht mehr. Es kann auch der Erbverzicht auf das Pflichtteilsrecht begrenzt werden. Diese Verträge bedürfen der notariellen Beurkundung.